2018 Saure Zipfel , katholische und evangelische Bratwürste

oder ein Kurzurlaub im Frankenwald

Ende August beschlossen mein Roserl und ich, einen Kurzurlaub einzulegen. Aber wohin soll es denn gehen?

Ich lese gerade einige Kommentare von Petra, die ich aus Fisch und Fleisch Zeiten kenne. Diese Kommentare lese ich meist laut vor, damit sie Rosemarie auch mithören kann. Die sind immer so innig, herzerwärmend und so authentisch.

Auf einmal sagte Rosemarie: fahren wir doch die Petra besuchen….Kaum hat sie ausgesprochen und ich schrieb schon, bekam Antwort und am 31. August fuhren wir los!

Am späteren Nachmittag kamen wir in Marktrodach an und bezogen Quartier im Berggasthof Felsecker. Das hatten wir sicherheitshalber schon zu Hause bestellt.

Anschließend ging es weiter zur Villa Kunterbunt von Petra, wo sie mit ihren reizenden Töchtern Amelie und Catherine und ihrem Lebensgefährten Helmuth wohnt.

Die Freude war groß und die Umarmungen innig. Wie unter Freunden, die sich ein Leben lang kennen und schon lang nicht mehr gesehen haben.

Wir haben geredet, diskutiert, und gekocht miteinander. Wir wurden bewirtet wie die Hochwohlgeborenen von Sachsen-Coburg.

Und wir lernten auch viel! Z.B was „saure Zipfel“ sind und was der Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Bratwurst ist.

Oben seht ihr, was saure Zipfel sind. Wer anderes dachte hat sich ein wenig geirrt….

Nun zu den Bratwürsten:

Die Reformation ging auch an Franken und an der Fränkischen Bratwurst nicht spurlos vorüber. In Franken unterscheidet man in einigen Regionen zwischen “katholischen” und “evangelischen” Bratwürsten. Diese Unterscheidung hat unmittelbar mit der vorherrschenden Konfession in der jeweiligen Region zu tun. Während in überwiegend katholischen Gebieten, wie etwa den katholischen Hochstiften Würzburg und Bamberg die Bratwurst ein sehr feines Brät enthält, ist das Brät in den evangelischen Gebieten Frankens wie in der Region Coburg eher grob.
Woher diese Unterschiede kommen, ist umstritten. Einige Historiker sind der Meinung, die grobe evangelische Bratwurst entstamme dem evangelischen Puritanismus, der sehr fein gehacktes Fleisch als überflüssigen Tand und Luxus abtat. ( https://www.fleischtheke.info/wurstsorten/bruehwuerste/fraenkische-bratwurst.php)

Wir besuchten Anna´s Cafe in Kronach: urig und gemütlich, mit einem Wort urgemütlich! Bei einem Ausflug nach Bayreuth ging sich leider nur ein leckerer Sauerbraten aus, denn an Abend trafen wir uns wieder in der Villa Kunterbunt.

Die Marktrodacher haben nur ein einziges Manko: Grad am Montag, wo wir unseren Gastgebern eine Pause gönnen wollten, haben hier alle Cafés und Gasthäuser Ruhetag. Dass wir trotzdem nicht verhungert sind, haben wir Aldi zu verdanken….

Am Freitag gab es dann den unvermeidbaren Abschied mit dem Versprechen, dass wir einander unbedingt wieder treffen werden. Entweder bei den Frankenwaldern oder bei den Schluchtenscheißern, wie uns die Bayern liebevoll nennen.

Doch einen Zwischenstopp gab es noch: in Deggendorf, dort überraschten wir den Otto Schober in seiner Kneipe. Ihn lernten wir 2014 auf Bali kennen. Na der hat gschaut!

Da ist es auch urgemütlich und er hat die beste Currywurst zwischen Nordpol und Südpol!

Den ganzen Urlaub als 6 Minuten Film könnt ihr hier sehen:

 

 

 

 

 

 

 

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