Bali – eine Liebeserklärung

Es ist wohl schon zwanzig Jahre her, als ich in einer schamanischen Zeitschrift von einem balinesischen Heiler (Balian) las. Dieser Bericht faszinierte mich so sehr, dass ich unbedingt einmal nach Bali wollte.
Meine damalige Lebenssituation ließ es jedoch nicht zu. Einige Jahre später lernte ich meine jetzige Frau kennen und die konnte ich sofort mit einer Reise nach Bali begeistern.
Im März 2007 war es dann endlich so weit. Seit dem waren wir insgesamt vier Mal in Bali und wenn es die Gesundheit erlaubt, werden wir die Insel der Götter wohl wieder besuchen.

Anreise
Das einzig Unangenehme ist die lange Anreise von knapp 24 Stunden.
Beim ersten Mal flogen wir über Frankfurt und Singapur nach Denpasar. Dann wählten wir den etwas kürzeren Weg über Doha (Katar) mit der Quatar Airline. Hier erspart man sich manchmal die Zwischenlandung in Singapur.
Der Vorteil bei Quatar Air: Neben einem etwas günstigeren Preis hat man bei diesen Fliegern mehr Beinfreiheit als bei europäischen Fliegern. Den letzten Stress kann man unter Umständen bei der Abfertigung in Denpasar erleben, Sie hat beim letzten Mal gute zwei Stunden gedauert.
Damit sich der lange Flug auszahlt machen wir immer drei Wochen Urlaub.
Doch kaum hat man das Flughafengebäude verlassen, beginnt das pulsierende Leben auf Bali.

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Der Duft der Frangipani Blüten, die Freundlichkeit der Menschen, die Achtung vor der Natur, der tiefe Glauben und die positive Energie die hier herrscht!
Die Menschen sind Großteils arm aber immer freundlich und hilfsbereit. Sie haben Zeit zum Leben und leben im Jetzt ohne zu murren.
Sie schneiden zu sechst einen kranken Baum um und brauchen dazu einen ganzen Tag und sie leben glücklich.
Sie feiern ihre Tempelfeste und kriegen dafür frei ohne viel Rücksicht auf die Wirtschaft.
Sie vertreiben zum Neujahrsfest die bösen Dämonen von der Insel. Am nächsten Tag muss für die Dämonen die Insel wie ausgestorben wirken sonst kehren sie zurück.
An diesem Tag kommt kein Flugzeug, hat kein Geschäft oder Restaurant offen. Es darf auch niemand am Strand baden, kein Auto fährt. Und in der Nacht müssen die Vorhänge zu sein, wenn Licht im Zimmer brennt.
Hier steht der Glaube an die Götter weit über dem Glauben an die Wirtschaft und an Reichtum.
Bei all ihrem Glauben sind die Einwohner von Bali tolerant gegen Andersgläubige. Man findet eine christliche Kirche, eine Moschee und eine Synagoge in unmittelbarer Nähe und keiner streitet sich mit dem anderen. (Die beiden Attentate vor einigen Jahren wurden von Extremisten außerhalb Balis verübt)
Wir waren schon vier mal in Bali und kommen immer Energie geladen wieder nach hause.
Leider wird auch diese wunderschöne Insel von der globalen Wahnsinnsindustrie heimgesucht.
Wasser gibt es fast nur von Danone, die kleinen heimeligen Warungs (Gaststätten) werden in den Tourismusstädten durch internationale Ketten abgelöst. Es gibt italienische, mexikanische und holländische Spezialitätenrestaurants mit einer kleinen balinesischen Speisenauswahl.
Auch die vielen kleinen Kunsthandwerkstätten werden weniger. Die Künstler arbeiten immer mehr für Großaufträge von Handelsketten und Möbelhäuser und verlieren teilweise ihre heimatbezogene Kunstauffassung.
Als die politische Führung erkannte, dass die Insel zu einem Tourismusgetto verkommt, wurden Gebäude und Hotels verboten, die höher sind als eine Palme. Somit ist Nusa Dua das einzige „klein Jesolo“ auf der Insel geblieben.
Ich wünsche mir und den Balinesen, dass Bali die Insel der Götter und Tempel bleibt, das zwar vom Tourismus lebt aber sich nicht von ihm einverleiben lässt.
Wir freuen uns schon auf das nächste mal liebes Bali!

 

 

 

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Über Gerhard Neuwirth

Ich bin Reikilehrer und arbeitete in eigener Praxis für energetische Heilweisen. Heute bin ich in Pension und stelle meine Erfahrungen informativ auf meiner Homepage zur Verfügung. Da es Gottseidank noch immer Menschen gibt, die nicht immer mit PC oder Handy verbunden sind, habe ich mich entschlossen, meine Gedanken auch in Buchform zu bringen.

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