Unsere Erfahrung mit dem Heiler

· 20. April 2019 · Comments are off

Wir wollten unseren Bali Aufenthalt nutzen um einen balinesischen Heiler aufzusuchen, also berieten wir uns mit Wayan Miasa.
Er meinte, es gibt verschiedene Gruppen von Heilern. Die einen beschäftigen sich mit Energieübertragung aus der geistigen Welt, die anderen heilen Knochen und Verspannungen. Wieder andere beschäftigen sich mit Geburten, dem Wetter usw.
In all diesen Gruppen gibt es welche, die das gewerbsmäßig als Beruf ausüben und welche die es aus BERUFUNG machen.
Die erste Gruppe verlangt dafür (oft viel) Geld, macht Werbung. Sie werden oft auch über Hotels vermittelt.
Jene, die sich berufen fühlen, sind meist auch eine Art Priester. Sie wohnen meist etwas abseits vom Dorf und haben sich weitgehend von “weltlichen Dingen” wie Familie und Besitz getrennt. Sie erhalten kein üppiges Honorar sondern leben von einer kleinen Spende.
So einen Balian kannte Wayan und vermittelte einen Behandlungstermin. Da unsere Englisch Kenntnisse schlecht sind und die vom Balian möglicherweise nicht viel besser, sollte uns Wayan auch als Dolmetscher begleiten.
Um einen optimalen Termin für die Behandlung zu finden, benötigte er unsere Namen und unser Geburtsdatum.
Ein paar Tage später rief uns Wayan an und sagte: morgen um 9 Uhr kommt ein Wagen, der bringt euch zum Heiler. Ich werde dort sein.
Wir fuhren nach Desa Baru, Marga in Tebanan. Wir landeten am Rande des Dorfes am Ende einer Sackgasse. Da war unser Heiler zu Hause.
Das Haus war durch einen typisch balinesischen Eingang vor bösen Dämonen geschützt. (Von Außen über ein paar steile Stufen zum schmalen Tor und auf der anderen Seite wieder steile Stufen hinunter.)

Hinter den Stufen erwarteten uns schon Wayan und der Heiler. Er gab uns die Hand und wir setzten uns auf die Stufen zu seiner Terrasse.
Schon beim ersten Händedruck spürte ich Energie fließen, ähnlich wie bei meinem Freund und Schamanen Ibrahima Diallo. Das fühlt sich an wie pure Kraft die da über diesen Kanal der Liebe herüber kommt.
Dann legte er seine Hände auf meine Knie, auf das Herzchakra und auf den Kopf. Es fühlte sich an wie bei Reiki oder Pranahealing, nur viel intensiver. Bald gingen mir die Augen über und ich begann hemmungslos zu weinen. Ohne ihn über meine gesundheitlichen Probleme zu informieren fand er sofort die richtigen Stellen, um mich zu öffnen und alles Belastende los zu lassen. Bei mir geschah das halt durch das Weinen.
Anschließend brachte er einem Becher Wasser (wie man sie auf Bali in den Geschäften zu kaufen bekommt) und lud ihn energetisch auf. Den musste ich langsam trinken.
Nun behandelte er meine Frau auf ähnliche Weise.
Als wir dann aufstanden und einige Schritte gingen spürte ich wieder mehr Gefühl in den Zehen und bei meiner Frau waren die Knieschmerzen fast weg.
Zum Abschluss rauchten wir noch gemeinsam eine Zigarette und machten uns einen nächsten Termin aus. Er sollte ziemlich am Ende unseres Aufenthalts in Bali sein. Bei der Terminfindung spielten wieder das Geburtsdatum und der Name eine Rolle.
Neben dem Heiler faszinierte mich auch der vermooste Weg im Garten des Heilers. Siehe Foto oben.
Einige Tage vor unserer Abreise fuhren wir zum zweiten Termin. Es schüttete was der Himmel so her gab, daher bat uns der Heiler ins Haus, wo wir am Fußboden Platz nehmen sollten. Da merkte, dass uns das schwer fiel, ging er mit Wayan in den Garten und schleppte eine schwere hölzerne Bank herein, wischte sie trocken und wir konnten auf der Bank sitzen.
Das Procedere lief ähnlich ab wie beim ersten Mal. Dann ging er in den Garten, rupfte einige Blätter von einer Staude und zerkleinerte sie mit seinen Fingern. Das Mus drückte er mir in die Hand und ich sollte meine Waden damit abtupfen. (Die Haut ist durch Venenprobleme bereits sehr geschädigt.) Zu Hause sollte ich die Blätter von Bittergurken verwenden. Wenn die nicht zu bekommen sind soll ich viel mit Ingwer, Kurkuma und Galgant würzen.
Diese Zutaten sollte auch meine Frau zu sich nehmen um ihre gelegentlichen Magenprobleme zu lindern.
Mir empfahl er außerdem, ich sollte möglichst nichts Kaltes trinken. Am besten wäre lauwarmes Wasser.
Mir ist schon bewusst, dass das Ganze, was er über die Heilpflanzen sagte, auch ohne Heiler für einige bekannt ist, doch wurde es uns wieder in Erinnerung gerufen.
Zum Abschluss tranken wir wieder einen Becher mit energetisierten Wasser und rauchten eine Abschlusszigarette.
Eine Spende von 200.000 RP ( knapp über 13€) legten wir in seine Opferschale, wo sich auch Blüten und ein Räucherstäbchen befanden.
Heute nach drei Wochen kann ich sagen: das Gefühl in meinen Zehen hält weiter an, die Haut an meinen Waden hat sich nicht wesentlich geändert und ich bin nach wie vor vitaler als vor der Behandlung. Auf jeden Fall war es eine wunderbare Erfahrung und eine Bereicherung meines Lebens.

 

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Über Gerhard Neuwirth

Ich bin Reikilehrer und arbeitete in eigener Praxis für energetische Heilweisen. Heute bin ich in Pension und stelle meine Erfahrungen informativ auf meiner Homepage zur Verfügung. Da es Gottseidank noch immer Menschen gibt, die nicht immer mit PC oder Handy verbunden sind, habe ich mich entschlossen, meine Gedanken auch in Buchform zu bringen.